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Diablo 3 – Reaper of Souls

Posted on 01 Juni 2014 by BaalRok

Als Diablo 3 vor zwei Jahren raus kam hatte ich durchaus Spaß mit dem Spiel. Das Gameplay war klasse, das Skillystem lud zu immer neuen Experimenten ein und die Charakterklassen waren abwechslungsreich.
Das Spiel hatte aber einige Probleme: Eines davon war das Beute-System. Man fand kaum ordentliche Gegenstände und das Crafting brachte nur selten passable Resultate. Meist musste man auf das Auktionshaus zurückgreifen. Um einen Charakter ordentlich auszustatten verbrachte man somit Stunden auf der Suche nach guten Angeboten.
Ein weiterer Problempunkt war die Langzeitmotivation. Nachdem man das Maximallevel erreicht und den höchsten Schwierigkeitsgrad (damals Inferno) gemeistert hatte wusste man nicht mehr was man tun sollte. Blizzard versuchte dagegen zu steuern indem etwa das Paragonsystem eingeführt wurde. Damit war es möglich auch über das Maximallevel hinaus zu leveln. Aber immer in den gleichen Gebieten farmen? Nein, so richtig Spaß bereitet hat das nicht. Die infernale Maschine, die man nach Finden bestimmter Schlüssel herstellen und hinter einem Portal gegen zwei Über-Bosse kämpfen konnte, war zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber erst das Addon Reaper of Souls, welches Ende März 2014 erschien, brachte den Ausschlag. Seitdem spiele ich das Spiel wieder und bin immer noch motiviert weiter zu machen. Was also hat Blizzard verbessert?

Allen voran wurde das Auktionshaus geschlossen und das Beute-System grundlegend überarbeitet. Nun findet man viele ordentliche und manchmal sogar einige richtig gute Gegenstände. Auch das Crafting fördert nun viel besseres zu Tage. Vor allem haben die Gegenstände, die man mit einer Klasse findet oder herstellt fast immer die für diese Klasse relevanten Hauptattribute. Auch wurde ein Gegenständetausch zwischen Spielern fast komplett unterbunden. Nun kann man nur den Spielern, die gerade im Spiel waren als man den Gegenstand gefunden hat, diesen geben.

Für die Langzeitmotivation kann man neben der Kampagne einen Abenteuer-Modus starten. Da lässt es sich völlig frei von Wegpunkt zu Wegpunkt und von Akt zu Akt teleportieren. In jedem Akt hat man fünf so genannte Kopfgelder. Das sind zufällige Aufträge, die meist innerhalb weniger Minuten erledigt sind. Sie bringen ordentlich Erfahrung und man muss meist entweder einen bestimmten Boss töten, eine bestimmte Quest abschließen oder einen bestimmten Bereich von Gegner “reinigen”. Man bekommt dabei neben Erfahrung und Gold auch so genannte Blutsplitter (auf die ich gleich noch zu sprechen komme) und Portalschlüsselfragmente. Mit diesen Fragmenten lassen sich Nephalemportale öffnen. In diesen Portalen gibt es komplett zufällige Gegner und Levels und am Ende einen Boss, welcher oft mächtige Gegenstände hinterlässt. Auch bekommt man auf diese Weise weitere Blutsplitter. Diese lassen sich bei einem Händler in Gegenstände tauschen. Man wählt eine Gegenstandsart und bekommt dann jeweils einen solchen Gegenstand zufällig  ins Inventar. Auch legendäre Gegenstände kann man auf diese Weise bekommen.
Wenn man alle Kopfgelder innerhalb eines Akts erledigt hat bekommt man außerdem einen Würfel, welches die Belohnung in Form von Handwerksmaterialien, Gegenständen, Blutsplittern und so weiter enthält.

Bei Reaper of Souls wurden außerdem die Schwierigkeitsgrade überarbeitet. Man muss nicht mehr jeden Schwierigkeitsgrad nacheinander durchspielen, sondern kann frei wählen. Auch innerhalb eines Spiels lässt sich der Schwierigkeitsgrad jederzeit runterstellen. Ein höherer resultiert in mehr Erfahrung und in besserer Beute.

Wie man es von einem Addon gewohnt ist wurde die Maximalstufe auf 70 erhöht und jeder Charakter hat neue Skills erhalten bzw. bestehende angepasst bekommen.  Mit dem Kreuzritter wurde eine neue Klasse eingeführt und ein fünfter Akt mit dem Todesengel Malthael als Endgegner ist zu bewältigen. Der Akt ist schön düster gestaltet und richtet sich vor allem an diejenigen denen die anderen Akte des Spiels zu “bunt” waren.
Das Paragonsystem wurde beibehalten, aber mittlerweile gibt es kein Stufenlimit nach oben und nach jedem Levelaufstieg lassen sich frei Punkte auf Attribute oder Eigenschaften verteilen.
Mit der Mystikerin steht außerdem ein neuer Handwerker zur Verfügung. Mit ihr lässt sich zum einen das Aussehen von Gegenständen verändern und Eigenschaft der Gegenstände lassen sich neu auswürfeln. Dabei muss man sich pro Gegenstand auf eine Eigenschaft beschränken, die fortan für diesen Gegenstand neu gewürfelt werden kann. Auf diese Weise lassen sich bereits gute Gegenstände in richtig tolle verwandeln.

Blizzard hat seine Hausaufgaben gemacht und Diablo 3 grundlegend verändert. Es bietet nun eine großartige Langzeitmotivation und Spielspaß über Stunden hinweg. Seit Veröffentlichung verging keine Woche, wo ich das Spiel nicht gestartet hätte. Es bleibt nur zu hoffen, dass für die Kopfgelder und Nephalemportale kontinuierlich neuer Content geliefert wird.

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Review: Hearthstone – Heroes of Warcraft

Posted on 18 Januar 2014 by shaddric

‘Hearthstone – Heroes of Warcraft’ ist ein digitales Kartenspiel und wird demnächst* (Term für die Blizzard’sche Valve Time ist mir nicht bekannt) als Free-To-Play Titel angeboten.

Man zieht als Held in den Kampf gegen andere Helden, nur bewaffnet mit seiner Klassenfähigkeit, Minions und Zaubern bestehend aus 30 Karten. Sein Deck kann man seiner Spielweise anpassen, was vorallem später lohnt, wenn man seinen Wunschhelden etwas gelevelt hat und so nochmal Klassenspezifische Karten und/oder Karten über Booster-Packs erhalten hat.

Booster-Packs erhält man durch abschließen von Quests (zumindest bekommt man 2 Quests dazu am anfang) und durch kaufen mit 100 Goldstücken. Gold erhält man im Spiel gegen andere Spieler und durch abschließen von Quests. Es wäre kein Free-To-Play wenn man nicht irgendwie auch echtes Geld reinstecken könnte: Man kann auch für echtes Geld sich diese Booster-Packs kaufen, und so seine Sammlung aufwerten.

Da ich durch Diablo 3 ja noch 3€ als Battle.Net Balance rumgammeln hatte, habe ich, so muss ich gestehen, mir 2 Booster-Packs für 2,69 gekauft. Aber ich fühlte mich dazu nicht genötigt! (Und es war eh nur Crap drinne, was Warlocks angeht). Nicht benötigte Karten lassen sich übrigens auch Disenchanten, und man kann mit dem dadurch enstandenden Dust bestimmte Karten craften oder bereits vorhandene Karten upgraden.

Allerdings sollte auch die Arena erwähnt werden, wo der Eintritt 190 Goldstücke kostet. Hier bringt das eigene Deck -nichts-, denn der Spieler kann sein Deck nicht mitnehmen. Er muss sich zwischen drei, vom System vorgeschlagene, Helden entscheiden und muss 30 mal zwischen 3, auch vom System angebotenen, Karten entscheiden, um sich ein Deck zu bauen. Mit diesem Arena Deck muss der Spieler bis zu 9 Siege erringen, und gilt als Arena gewinner. Die gewinne sind Gold, Dust und mehrere Booster Packs für das eigene Deck. Wer dreimal verliert, scheidet aus, bekommt aber immer wenigstens einen Trostpreis, etwa ~60 Gold, selbst wenn er nicht ein Spiel gewonnen hat. Klar, es ist unterm Strich nur ein Spielbrett, was man da die ganze Zeit vor der Nase hat… aber die detailverliebtheit der Spielbretter (man kann während des gegnerischen Zuges durch anklicken diverse dekorations Elemente des Brettes Geräusche und Animationen auslösen) und man kann sogar sehen, über welche Karten der Gegner gerade seine Maus fährt, was dem Spiel einen sehr schönen organischen Touch verleiht und gerade so auch beim Warten nicht das gefühlt gibt alleine vor dem Monitor zu sitzen.

Grafik:4 Stars (4 / 5)
Spaß:4 Stars (4 / 5)
Blizzard-Bonus:4 Stars (4 / 5)
Durchschnitt:4 Stars (4 / 5)

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