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Preisverfall bei PC Spielen

Posted on 27 April 2014 by BaalRok

In den letzten Jahren ist zunehmend die Tendenz erkennbar, dass PC Spiele immer schneller günstiger werden. Es gibt nur wenige Spiele, die hier eine Ausnahme bilden und lange konstant im Preis bleiben. Man denke hierbei etwa an Titel der Call of Duty Reihe.  Ich erinnere mich noch an Zeiten, wo es viele Monate gedauert hat bis ein Spiel signifikant im Preis gefallen war. Jetzt ist es so günstig wie noch nie an vergleichsweise aktuelle Titel zu kommen.

Einen erheblichen Einfluss darauf haben die vielen Sonderangebote, die man mittlerweile auf allen digitalen Distributionsplattformen, allen voran Steam, findet. Es ist erstaunlich, dass teils bereits nach wenigen Wochen die Preise von manchen Spielen kurzzeitig um 50 bis 75 Prozent fallen. So ist es nicht verwunderlich, dass immer mehr Menschen Spiele nicht mehr bei Release kaufen, sondern auf solche Angebote warten. Denn im Gegenzug könnten sie sich beim frühen Kauf eines Spiels, was schnell im Preis sinkt, abgezockt fühlen.

Ich bemerke dies vermehrt bei mir: Nur bei bestimmten Titeln, die ich unbedingt spielen will oder wenn es eine ansprechende Collectors Edition gibt, greife ich bei Release zu. Bei den restlichen Titeln warte ich auf Angebote. In den von manchen Indie-Entwicklern veröffentlichten Statistiken sieht man es noch deutlicher: bei Sonderangeboten schnellen die Verkäufe so in die Höhe, so dass diese gar die summierten Verkäufe der Monate davor übertreffen. Das führt zwangsläufig dazu, dass man sich bei Sonderangeboten ordentlich mit Spielen eindeckt, die man teils Monaten später oder bei manchen Titeln auch nie spielt. Zwar hat man dann eine ordentliche Auswahl, aber irgendwie ist es nicht mehr das selbe wie früher, wo man das ersparte Taschengeld in ein Spiel investierte und dieses ausgiebig zockte. Es herrscht ein Überfluss an Spielen und diese haben zwangsläufig nicht mehr dieses besondere Etwas. 

Anderseits kauft man durch Angebote durchaus Spiele, die man sich sonst nicht gekauft hätte, so dass man eine schöne Überraschung erleben kann. Auch muss ein Überfluss an Spielen nicht negativ sein. Wenn man aus einem großen Fundus gerade das Spiel auswählen kann, auf welches man im Augenblick Lust hat, kann der Spielgenuss profitieren. Man akzeptiert gewisse Designsünden nicht mehr so leicht wie früher und wechselt im Zweifelsfall einfach zum nächsten Spiel.

Bisher erfolgte das Schalten von neuen Angeboten immer in Absprache mit dem Steam – Betreiber Valve. Nun sollen Entwickler und Publisher mehr unabhängige Möglichkeiten dazu bekommen, so dass es sicher zu weiterem Preisverfall führt. Ob dann auf lange Sicht vermehrt auf Free2Play gesetzt wird  und mit Mikrotransaktionen versucht wird das Geld zu machen? Ich hoffe nicht.

Wie ist eure Meinung zu dieser Entwicklung? Schreibt dazu in den Kommentaren.

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