Archiv | Mai, 2013

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Review : Skyward Collapse

Gepostet auf 29 Mai 2013 by Barranoid

Was es ist :

http://www.youtube.com/watch?v=xtm4MUFpPAs

Skyward Collapse, von den Machern des hochkomplexen “AI War” ist ein Rundenstrategie-Titel in dem ihr einen Gott verkörpert, der zwei Völker davon abhalten muss sich gegenseitig komplett auszulöschen. Klingt simpel? Nee. Denn die beiden Parteien zu entwaffnen, geht nicht. Banditen, mythologische Kreaturen und andere Gefahren, nehmen im Laufe des Spiels mehr und mehr zu (toller Gott, dass er das nich abschalten kann), also steht die Ent-Militarisierung nicht auf dem Plan.

Stattdessen muss man Runde für Runde mit Ressourcen und Aufbau hantieren, für jede Partei abwechselnd um eine perfekte Balance zwischen den beiden Völkern zu schaffen.


Kann das was? :
Nein. Das Spiel fühlt sich zunächst einmal an allen Ecken und Enden sehr unfertig an. Grafisch ist es funktional, was okay ist aber nach ner Weile verliert man recht schnell den Überblick.
Das Spielprinzip selbst, die Balance zu bewahren, ist sehr unglaubwürdig. Man baut Barracken, Militärgebäude, Wirtschaft etc. und das stets abwechselnd und möglichst so, dass keine der beiden Parteien stärker wird als die andere, beide aber gegen ihre Umwelt bestehen können. Es macht einfach keinen Sinn. Warum sollte ich denen Waffen in die Hand drücken, wenn ich doch gar nicht will, dass sie sich damit gegenseitig umbringen? Warum darf ich nicht einfach die Umwelt “weniger bedrohlich machen”, schließlich verkörpere ich eine Gottheit!
Erschwerend kommt hinzu, dass man keinerlei Kontrolle über die Einheiten der Parteien hat.

Das ist generell ganz clever, denn so weiß man nie wer, wen, wann, womit angreifft. Hier kommt dann der strategische Part zum tragen : Wenn eine große Menge Monster/Banditen Partei A angreifft, braucht die mehr Militär um sich zu wehren, wird damit aber auch automatisch stärker als Partei B, die widerrum in aller Ruhe angreiffen kann…usw usw. Klar macht das gewissermaßen Spaß. Gewissermaßen kommen diese Momente aber auch viel zu selten vor, es bleibt meist bei einem simplen one on one der beiden Kontrahenten.

Das der Sinn fehlt, stört enorm. Mehr stört aber, dass der Balanceakt, schon nach kurzer Zeit einem Memoryspiel gleicht. “Welche Militärgebäude habe ich letzte Runde auf Seite der roten Partei gebaut, die ich nun auf Seite der blauen Partei bauen muss?”

Grafik:0.5 Stars (0,5 / 5)
Taktischer Anspruch:2 Stars (2 / 5)
Logik:1 Stars (1 / 5)
Zugänglichkeit:1 Stars (1 / 5)
Sound:1 Stars (1 / 5)
Durchschnitt:1.1 Stars (1,1 / 5)
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Preview : Kerbal Space Program (V-0.20)

Gepostet auf 25 Mai 2013 by Barranoid

Heute im Programm “Kerbal Space Program” (Early-Access)

Was ist es :


Kerbal Space Program (im Folgenden KSP genannt), ist eigentlich kein Spiel. Es ist eine wissenschaftliche Simulation eines Weltram Erkundungs Programms (NASA z.B.), die sich genaustens an physikalische Gesetze, Mathematik und all die kleinen und großen Elemente, hält, die die moderne Raumfahrt ausmachen. Dazu haut es noch einen kleinen niedlichkeits Faktor in Form der Astronauten (Kerbals) und lustiger Kommentare um die Zugänglichkeit zu bewahren.

Was man macht :
Das Spiel ist in einer frühen Alpha-Phase, wobei das hier bedeutet, dass es schon weiter ist als mancher Titel in einer Beta.
Kernelement ist das Entwerfen von Raumfahrt-tauglichen Vehikeln (Raketen, Raumschiffe, Raumstationen, Mondbasen usw.usw.) aus vorhandenen Bauteilen. Dabei hat man im Kern bereits mehrere dutzend Bauteile zur Verfügung, alle akkurat und mit verschiedensten Eigenarten wie Masse, Aerodynamik usw. Hinzu kommen noch tausende weiterer Module, die man durch die sehr exzelente Modcommunity (direkt im Spiel integriert), erhält.

Hat man erstmal eine flugfähige Rakete zusammengezimmert (was schwerer ist als es klingt), darf man das Baby ins All schießen und sich in selbigem austoben. Orbit, Flugbahn, Kurskorrekturen mit Steuertriebwerken (die man hoffentlich verbaut hat…heh), Mondmissionen, Interplanetare Flüge, ihr könnt machen was immer ihr lustig findet und die Gesetze der Physik euch erlauben. Der erste erfolgreiche Eintritt in einen stabilen Orbit um die Heimatwelt kann dabei schon zu einer echten Herausforderung werden bei der ihr direkt lernt, dass die Dinge alles andere als so einfach sind, wie im Fernsehn gern gezeigt.

Klingt öde, kann das was? :
Ja. Vorausgesetzt ihr habt einen höheren IQ als ein Badewannenstöpsel und könnt euch mit Technologie auseinandersetzen. KSP, versucht sehr nah an wissenschaftliche Korrektheit zu kommen und auch wenn (noch) nicht alles 100%ig korrekt ist, verschafft es einem dennoch zu der ein oder anderen Erkentnis. Man mag es also nerdig zu sein oder man mag es nicht

Die herausragende Menge und Vielfalt an zahlreichen, leicht zu installierenden Mods, die von den Entwicklern supported wird, gibt zudem einen guten Ausblick darauf, dass dieser Titel noch eine ganze Weile reichlich Content haben wird.

KSP ist zur Zeit als early access Variante über Steam erhältlich, eine Demo gibt es ebenfalls. Eine ganze Reihe Videos vom Entwickler gibt es hier :

http://www.youtube.com/show/kerbalspaceprogram/videos

Grafik:3.5 Stars (3,5 / 5)
Bastelspaß:5 Stars (5 / 5)
Wissenschaft!:5 Stars (5 / 5)
Sound:1 Stars (1 / 5)
Mods:5 Stars (5 / 5)
Durchschnitt:3.9 Stars (3,9 / 5)
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Review : Bioshock – Infinite (zweite Meinung)

Gepostet auf 25 Mai 2013 by BaalRok

Zwar hat Christoph bereits ein Review zu “Bioshock – Infinite” verfasst, aber ich möchte kurz selbst einige Worte zu diesem besonderen Spiel verlieren.

Bereits Bioshock 1 und 2 habe ich sehr gerne gespielt. Die Atmosphäre konnte mich begeistern und die spannende Story tat das übrige. Bioshock Infinite unterscheidet sich nun deutlich vom Setting her. Es ist nicht mehr die klaustrophobische Unterwasserwelt, sondern man genießt die Weiten der  schwebenden Stadt Columbia in einer futurischen Alternativversion des Jahres 1912. Columbia ist atemberaubend schön in Szene gesetzt. Manchmal habe ich einige Momente verharrt und einfach diese Welt genossen und war immer wieder von der Architektur und dem farbenfrohe Utopia in seinem herrlichen Jugendstil überrascht.

Das Gemeplay mag zwar eher typische Shooter-Kost sein, aber ist grundsolide und durch den Einsatz verschiedener Kräfte meist abwechslungsreich. Interessant ist vor allem Elisabeth, die den Spieler nach wenigen Spielstunden begleitet. Es ist ein Charakter, der in keiner Sekunden zur Last fällt, vielmehr hilft sie dem Spieler sogar immer wieder. Etwa in brenzligen Situation, wenn gerade die Munition auszugehen droht, wirft sie einem neue zu oder zeigt versteckte Gegenstände. Das geschieht völlig dynamisch und ihre Kommentare oder Gespräche mit dem Spielcharakter sind nicht nur unterhaltsam sondern überaus glaubwürdig. Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass sie neben der grandiosen Story, auf die ich gleich zu sprechen komme, die größte Errungenschaft dieses Spiels darstellt.

Man übernimmt die Rolle des ehemaligen Detektivs Booker DeWitt, der den Auftrag erhält, ein Mädchen namens Elizabeth zu befreien, um seine alte Schulden zu begleichen. Ich will gar nicht im Detail darauf eingehen was dann passiert, denn diese Geschichte solltet ihr selbst erleben. Die Story dreht sich um Schuld, Sühne und Rassismus und bietet einige faszinierende Charaktere und Entwicklungen.  Sie ist außerdem großartig bis zum Schluss. Aber dieser Schluss toppt wirklich alles. Ich saß mit offenem Mund vor dem Rechner und auf einmal ergab alles so viel Sinn. Ich verstand die vielen Andeutungen und begriff erst dann die gesamte Tragweite der Handlungen. Der Spielemacher Ken Levine, der bereits beeindruckende Titel, wie System Shock 2 oder den ersten Bioshock-Teil entwickelt hat, liefert hier die bis dato beste Arbeit seiner Karriere ab.

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